Das „Gackerl“ gehört ins Sackerl

Veröffentlichungsdatum08.02.2024Lesedauer3 Minuten
hund

Die allermeisten Hundebesitzer kennen die Gassi-Regeln: Die Hinterlassenschaften des Hundes müssen mithilfe eines Hundekotsackerls eingesammelt und im nächsten Abfallbehälter entsorgt werden. Wieso ist dieser Aufwand überhaupt notwendig?

Krankheitsübertragung an Nutztiere

Hundekot, der auf Wiesen- und Feldrändern liegen bleibt, landet als unerwünschter Futterzusatz auf dem „Tisch“ der Nutztiere. Dies birgt die Gefahr einer Krankheitsübertragung an die Nutztiere.

Verweigerung von stinkendem Futter

Gerade Rinder haben einen sehr feinen Geruchssinn und fressen kein stark verunreinigtes Gras. Der in der Wiese liegen gebliebene Hundehaufen wird beim Mähen großflächig unter das Futter gemischt und kann so die gesamte Mahlzeit für die Nutztiere ungenießbar machen.

Verantwortung übernehmen

Als Hundebesitzer übernimmt man Verantwortung für einen Vierbeiner. Dazu gehört das Einsammeln der Hinterlassenschaften auf Straßen, Wiesen, öffentlichen Plätzen etc., um für sich und seine Mitmenschen eine saubere Umwelt zu hinterlassen.

Ungeeignet als Pflanzendünger

Fälschlicherweise wird angenommen, dass Hundekot (ähnlich wie Kuh- und Pferdemist) als natürlicher Dünger auf der Wiese liegen bleiben kann. Jedoch gibt es einen wesentlichen Grund, weshalb Hundekot im Gegensatz zu Pferde- und Kuhmist nicht liegen belieben soll. Der Kot von Fleischfressern birgt nämlich im Gegensatz zu Kot von Pflanzenfressern die Gefahr, durch Krankheitserreger verunreinigt zu sein.

Hundekotbeutelspender 

In vielen Fällen wird der Hundekot zwar aufgehoben und in einen Beutel eingepackt, jedoch schafft es dieser nicht bis zum nächsten Abfalleimer und landet erst recht wieder in der Natur. Um diesen Problemen entgegen zu wirken, bieten die Gemeinden im Salzburger Seenland Hundekotbeutelspender inkl. Eimer entlang stark frequentierter Wegen an. So soll die Hemmschwelle für das rechtswidrige Entledigen der Hundekotsackerl erhöht werden.