Welchen Weg gehen unsere Altkleider

Altkleidercontainer

Mehr Transparenz: Diesen Weg gehen unsere Altkleider 

Durch zahlreiche Medienberichte – insbesondere einer Studie von Greenpeace – ist der weite Transportweg von Altkleider in den letzten Jahren verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Auch uns ist es ein großes Anliegen, Transparenz rund um die Entsorgung und Verwertung von Altkleidern zu schaffen. Gleich vorweg: Auch Kleidungsstücke aus unserer Region werden im Ausland verwertet. 

Wie werden Altkleider im Salzburger Seenland gesammelt?

Die Sammlung erfolgt über die Altstoffsammelhöfe der Region. Dort stehen eigene Container für Altkleider bereit. Die gesammelte Ware wird anschließend an das deutsche Unternehmen Striebel Textil übergeben.

Das Unternehmen wirbt mit einem transparenten Umgang bei der Weiterverwertung. Auf Anfrage des Regionalverbands Salzburger Seenland wurden die Verwertungswege sowie konkrete Zahlen offengelegt. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • 57 % der gesammelten Textilien werden als tragbare Kleidung eingestuft und finden Abnehmer in Europa, Pakistan und Afrika. 
  • 33 % werden stofflich verwertet, etwa zu Putzlappen oder Dämmmaterialien – vor allem in Osteuropa, Deutschland, Italien und Frankreich. 
  • 10 % sind nicht verwertbar und werden als Ersatzbrennstoff genutzt. 

Warum bleiben die Altkleider nicht in Österreich?

Der Markt für Alttextilien ist derzeit stark übersättigt. Es gibt schlicht zu viele gebrauchte Kleidungsstücke und zu wenige Abnehmer. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Zum einen hat der steigende Konsum von oft minderwertiger Kleidung zu einer enormen Menge an Alttextilien geführt. Zum anderen sind seit dem 01.01.2025 alle EU-Länder verpflichtet, Altkleider getrennt zu sammeln. Dadurch ist das Aufkommen zusätzlich gestiegen.

Was können Sie persönlich beitragen?

Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, das Altkleideraufkommen zu reduzieren.

  • Bewusst konsumieren: Überlegen Sie, ob neue Kleidung wirklich notwendig ist. 
  • Auf Qualität setzen: Hochwertige Kleidung wird länger getragen und kann besser wiederverwendet werden. 
  • Richtig entsorgen: 
    1. Alttextilien in die Kategorien „tragfähig“ und „nicht tragfähig“ sortieren. 
    2. Tragfähige Kleidung in einen verschließbaren Sack geben. Sollten Sie keinen passenden Sack zuhause finden, gibt es kostenlose Altkleidersäcke am Altstoffsammelhof.
    3. Zerschlissene oder kaputte Textilien im Restabfall entsorgen.
    4. Den mit tragfähiger Kleidung befüllte Altkleidersack in den Altkleidercontainer am örtlichen Altstoffsammelhof einwerfen. 

Häufige Fehlwürfe vermeiden

Leider landen immer wieder Gegenstände im Altkleidercontainer, die dort nichts verloren haben – etwa Restabfallsäcke, Elektronikartikel, Pfannen, Geschirr oder Kleiderhaken.

Ein häufiger Irrtum ist, den Altkleidercontainer als „ReUse-Container“ zu verstehen. Das ist nicht korrekt: Nur tragfähige Alttextilien gehören hinein.

 

Plakat Altkleidersammlung